Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Kassel (Stadt Kassel, Landkreis Kassel, Werra-Meißner-Kreis) im Juli 2025 gestiegen. 19.242 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 534 Personen mehr als im Juni (+ 3 Prozent) und 1.321 Personen bzw. 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,1 Prozent.
„Die Arbeitswelt dreht sich immer rascher weiter – deshalb müssen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitslose lebenslang aktiv an ihrer Qualifikation arbeiten“, sagt Coralie Zilch, Geschäftsführerin der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) Nordhessen.
Hierfür investieren in Hessen die Arbeitgeber jedes Jahr rund 3,7 Mrd. Euro in die Weiterbildung ihrer Arbeitnehmer. Die Arbeitsagenturen förderten Arbeitslose und Beschäftigung mit zuletzt gut 282 Mio. Euro, die Jobcenter mit gut 229 Mio. Euro. Zilch: „Alles entscheidender Erfolgsfaktor ist aber, dass Arbeitnehmer und Arbeitslose diese Möglichkeiten auch wahrnehmen. Die Vorteile, die sie daraus für sich ziehen können, sind ungleich größer als die Anstrengungen, die sie auf sich nehmen.“
Zuschüsse beim Nachholen von Berufsabschlüssen
Für viele Unternehmen lohne es sich zu prüfen, ob die Fördermöglichkeiten der Arbeitsagenturen zur Situation des Unternehmens passen. So gebe es etwa Zuschüsse beim Nachholen von Berufsabschlüssen oder für erforderliche betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen, so die VhU-Geschäftsführerin.
„Arbeitsagenturen und Jobcenter müssen immer wieder sorgfältig abwägen, ob eine Förderung für einen Arbeitslosen nötig und welche die richtige ist. Hierzu gehört auch zwingend, den Erfolg von Maßnahmen nachzuhalten – welche helfen am besten für die Aufnahme von Arbeit? Denn für den Erfolg der Arbeitsverwaltung ist die richtige Forder- und Förderpolitik entscheidend“, sagt Zilch.
Dabei falle auf, dass die Besetzung von beispielsweise Helfer-Stellen immer länger dauere und dementsprechend der Anteil von solchen Stellen an allen offenen Stellen mit 28 Prozent ein Allzeithoch erreicht hat. Dazu die VhU-Geschäftsführerin abschließend: „Wenn aber die Mehrheit der Arbeitslosen keinen Berufsabschluss hat und trotzdem immer mehr Helfer-Stellen unbesetzt bleiben, läuft etwas grundlegend schief. Gefragt ist hier einerseits der Gesetzgeber, der das Bürgergeld grundsanieren und auf Arbeitsaufnahme ausrichten muss. Andererseits müssen aber auch die Jobcenter eine konsequente Aktivierungsstrategie verfolgen.“
Lesen Sie hierzu auch die Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Kassel.
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