Digitaler Jahresbericht 2025/2026
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Coralie Zilch ist seit 2024 Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL Nordhessen, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) Nordhessen sowie Hauptgeschäftsführerin des Unternehmerverbands Nordhessen.
Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,
blicke ich auf das Jahr 2025 zurück, zeichnet sich in vielen Gesprächen dasselbe Bild: Unternehmen, die an ihre Grenzen gestoßen sind – aber nicht zurückweichen. Stetig herausgefordert, aber standhaft. Das ist nicht selbstverständlich. Und es verdient nicht nur höchste Anerkennung, sondern auch verlässliche Unterstützung und klare Perspektiven.
Nach wie vor ist die wirtschaftliche Lage anspruchsvoll: schwaches Wachstum, steigende Insolvenzen, viel zu hohe Energie- und Lohnnebenkosten sowie eine wachsende regulatorische Dichte setzen viele Unternehmen zunehmend unter Druck. Zugleich verschärfen geopolitische Spannungen und Unwägbarkeiten, veränderte Handelsströme und der globale Technologiewettbewerb die Rahmenbedingungen weiter. Wer heute erfolgreich wirtschaften will, braucht nicht nur Resilienz, sondern auch den Mut, sich aktiv zu verändern.
Genau diese Beherztheit erlebe ich in unserer Region täglich. Die Bereitschaft nordhessischer Unternehmen, Verantwortung zu übernehmen, in neue Technologien zu investieren und Nachwuchs zu gewinnen, ist bemerkenswert. Sie ist für mich ein wesentlicher Grund, trotz aller Widrigkeiten mit Zuversicht auf das vergangene Jahr zu blicken und ebenso vertrauensvoll nach vorn zu schauen.
Transformation braucht Begegnung
Ein zentrales Thema, das uns als Verbandshaus 2025 intensiv beschäftigt hat, ist die Transformation – in all ihren Dimensionen. Sie betrifft Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse, Qualifikationen und Formen der Zusammenarbeit. Vor allem aber betrifft sie Menschen: ihre Fähigkeiten, ihre Offenheit für Neues und ihre Chancen, Wandel aktiv mitzugestalten. Deshalb war es uns wichtig, Formate zu stärken, die echte Begegnung ermöglichen.
Die job-connect 2025 im Ständehaus Kassel ist dafür ein gutes Beispiel. Über 450 Job- und Ausbildungssuchende trafen auf 17 nordhessische Unternehmen – direkt, persönlich und wirkungsvoll. Gemeinsam mit der Arbeitsagentur und den Jobcentern haben wir ein Format weiterentwickelt, das Fachkräftesicherung nicht abstrakt behandelt, sondern konkret macht: durch passgenaue Begegnungen, die Orientierung geben und Perspektiven eröffnen. Dass dieses Angebot erneut so stark angenommen wurde, bestätigt uns in unserem Ansatz.
Ebenso gelungen war die TRANSFERXCHANGE 2025 im Science Park Kassel. Rund 100 Teilnehmende, 26 Bühnenbeiträge und eine TransferXPO mit 30 Ständen machten deutlich, welches Potenzial im Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft steckt. Ideen aus der Forschung finden ihren Weg in die Praxis – und unternehmerische Herausforderungen erhalten neue Impulse. Gerade in Zeiten des Strukturwandels sind solche Verbindungen keine Kür. Sie sind Voraussetzung für eine zukunftsfähige Regionalwirtschaft.
Konkrete Unterstützung für Unternehmen
Der Jahresbericht zeigt, dass Verbandsarbeit ganz konkret im Unternehmensalltag ankommt. Ein besonders wichtiger Baustein ist die Rechtsabteilung, deren Arbeit im Bericht anhand der Prozess- und Beratungsakten sichtbar wird. Diese Kennzahl steht für die kontinuierliche Begleitung unserer Mitgliedsunternehmen in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen. Dass wir diesen Service weiter stärken, zeigt die personelle Verstärkung: Mit RA Felix von Baumbach als neuem Leiter der Rechtsabteilung und Ass. jur. Juliane Fischer haben wir das Team gezielt ausgebaut.
Bildung ist die Grundlage jeder Transformation
Wer ernsthaft über Transformation spricht, muss Bildung einbeziehen: Ausbildung, Berufsorientierung und ökonomische Bildung. Die Zukunftsfähigkeit Nordhessens entscheidet sich auch dort, wo junge Menschen ihre Talente entdecken, wo Unternehmen glaubwürdig als attraktive Arbeitgeber auftreten und wo wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich vermittelt werden. Gerade ökonomische Bildung ist unverzichtbar, weil sie Orientierung gibt und das Verständnis für unternehmerische Verantwortung stärkt. Diese Arbeit ist langfristig angelegt – und sie zahlt sich aus. Als Verbandshaus verstehen wir sie als eine unserer Kernaufgaben, nicht als Randthema.
Transformation beginnt auch bei uns selbst
Glaubwürdig für Transformation einzutreten bedeutet, sie auch im eigenen Haus zu leben. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere internen Prozesse zu verbessern, digitale Abläufe effizienter zu gestalten und neue Instrumente für eine zeitgemäße Mitgliederkommunikation zu entwickeln. Den Einsatz von Künstlicher Intelligenz prüfen wir dabei strategisch – mit dem Anspruch, dort anzusetzen, wo echter Mehrwert für uns und unsere Mitglieder entsteht. Die Weiterentwicklung unserer Verbands-App ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg: Sie soll den Austausch erleichtern, Informationen zielgerichteter und zugänglicher machen sowie die Verbindung zwischen Verband und Mitgliedern weiter stärken. Unser Ziel ist klar: als Verbandshaus effizienter, moderner und noch näher an unseren Mitgliedern zu sein.
So sehr Transformation von innen beginnt – die äußeren Rahmenbedingungen bleiben entscheidend. Wirtschaftliche Stärke entsteht nicht abstrakt, sondern ganz konkret vor Ort – in Rathäusern, Verwaltungen und Kommunalparlamenten. Mit der VhU haben wir die Erwartungen der hessischen Wirtschaft an die Politik nach der Kommunalwahl in 15 Themenfeldern gebündelt, von Arbeit und Bildung über Infrastruktur und Digitalisierung bis hin zur Verwaltungsmodernisierung. Diese Themen betreffen unsere Region unmittelbar. Wo wirtschaftsfreundlich entschieden wird, entstehen Investitionen, Beschäftigung und Zukunftschancen.
Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen und die enge Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Die Impulse, die Sie in unsere gemeinsame Arbeit einbringen, sind für uns täglich Antrieb und Orientierung zugleich. Nordhessen hat die Kraft, die Kompetenz und den Willen, Zukunft zu gestalten – und wir begleiten Sie dabei mit unserem vollen Einsatz.
Nun wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre unseres Jahresberichts.
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