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SchulePlus Nordhessen startet in die dritte Runde: Gemeinsam für starke Berufsorientierung und Nachwuchssicherung

10. Sep. 2026

Gemeinsam für gute Berufsorientierung: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie Ausbilderinnen und Ausbilder beim SchulePlus-Kick-off im Haus der Arbeitgeberverbände Nordhessen.

SchulePlus Nordhessen geht in die dritte Runde – und entwickelt sich vom Modellprojekt zu einem festen Baustein praxisnaher Berufsorientierung in der Region. Zum diesjährigen Kick Off kamen Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie Ausbilderinnen und Ausbilder im Haus der Arbeitgeberverbände Nordhessen zusammen. 20 Jugendliche aus fünf nordhessischen Schulen sammeln im neuen Schuljahr bei neun Unternehmen über einen längeren Zeitraum praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt.

Berufsorientierung ist Teamarbeit

Wer junge Menschen für Ausbildung und Beruf gewinnen will, muss ihnen frühzeitig die Möglichkeit geben, Arbeitswelt nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern selbst zu erleben. Genau hier setzt SchulePlus an.Das Konzept verbindet Schule und betriebliche Praxis über einen längeren Zeitraum:

Die Jugendlichen verbringen regelmäßig einen festen Nachmittag in einem Ausbildungsbetrieb. Dort lernen sie Berufe, Arbeitsabläufe und das betriebliche Umfeld aus erster Hand kennen. SchulePlus ist als freiwilliges und langfristiges Praktikumsmodell angelegt und findet während der Schulzeit statt.

Die Jugendlichen können dabei herausfinden, wo ihre Interessen und Stärken liegen – und zugleich erleben, welche beruflichen Perspektiven eine Ausbildung bietet.

Der diesjährige Kick-off machte besonders deutlich: Erfolgreiche Berufsorientierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Schülerinnen und Schüler bringen Interesse und Eigeninitiative mit. Eltern geben Rückhalt und begleiten die Berufswahl. Lehrkräfte koordinieren und halten den Kontakt zu den Betrieben. Die Unternehmen wiederum öffnen ihre Türen, stellen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung und investieren Zeit in potenzielle Nachwuchskräfte. Genau diese unterschiedlichen Rollen standen auch beim gemeinsamen Austausch während des Kick-offs im Mittelpunkt. Das Gruppenbild aller Beteiligten steht damit sinnbildlich für SchulePlus: Gute Berufsorientierung gelingt besonders dann, wenn Jugendliche, Eltern, Schulen und Unternehmen an einem Strang ziehen.

20 Jugendliche starten in die Praxis

Im dritten SchulePlus-Jahrgang in Nordhessen nehmen 20 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen teil. Neun Unternehmen ermöglichen ihnen langfristige Einblicke in unterschiedliche Ausbildungsberufe und Arbeitsfelder. Erneut beteiligt sind die Heinrich-Schütz-Schule Kassel, die Johann-Hinrich-Wichern-Schule Kassel, die Valentin-Traudt-Schule Kassel. Erstmalig dabei sind die Burgwaldschule Frankenberg und die Sankt-Martin-Schule Schwalmstadt-Treysa.

Als Praktikumsbetriebe engagieren sich Druck- und Spritzgußwerk Hettich in Frankenberg, EWIKON Heißkanalsysteme, tegut in Schwalmstadt-Treysa, Hephata in Schwalmstadt, SCHMIDTSCHE SCHACK in Kassel, Pedalwerk in Baunatal, GE Vernova in Kassel, Best Western in Baunatal sowie das Autohaus Hermann Klein in Fuldatal. Damit bringt SchulePlus erneut Schulen und Unternehmen aus verschiedenen Teilen Nordhessens zusammen und eröffnet Jugendlichen ganz konkrete Möglichkeiten, berufliche Perspektiven in ihrer Region kennenzulernen.

Früh Orientierung geben – Nachwuchs gewinnen

Für die Jugendlichen bietet das Langzeitpraktikum die Chance, deutlich tiefer in einen Beruf einzutauchen als bei einem klassischen Kurzpraktikum. Sie lernen einen Betrieb über Monate hinweg kennen, übernehmen schrittweise Aufgaben und können realistisch einschätzen, ob ein Beruf und ein Unternehmen zu ihnen passen.

Davon profitieren auch die Unternehmen: Sie lernen potenzielle Nachwuchskräfte frühzeitig und unter realen Bedingungen kennen. Beziehungen können wachsen, Hemmschwellen sinken und aus ersten Praxiserfahrungen können konkrete Perspektiven für eine spätere Ausbildung entstehen. Für Unternehmen ist intensive Berufsorientierung deshalb längst mehr als gesellschaftliches Engagement. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Nachwuchskräfte ist sie ein wichtiger Baustein der Fachkräftesicherung.

Die Vorteile des Modells greifen dabei ineinander: Schülerinnen und Schüler erhalten echte Einblicke in den Arbeitsalltag, Eltern gewinnen zusätzliche Orientierung, Unternehmen können mögliche Auszubildende frühzeitig kennenlernen und Schulen stärken ihre praxisnahe Berufsorientierung.

SchulePlus wird weiter verstetigt

Mit dem dritten Jahrgang wird SchulePlus in Nordhessen weiter verstetigt. Das Konzept hat seinen Ursprung an der Johann-Textor-Schule in Haiger und wird inzwischen an zahlreichen Schulen in Hessen umgesetzt. Seit Ende 2025 wird SchulePlus zudem offiziell vom hessischen Kultus- und Wirtschaftsministerium unterstützt.

Für SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen ist diese Entwicklung Bestätigung und Auftrag zugleich: Ziel ist es, weitere Unternehmen, Schulen und Ausbildungsberufe für SchulePlus zu gewinnen – und damit noch mehr Jugendlichen langfristige und praxisnahe Berufsorientierung zu ermöglichen. Denn Nachwuchssicherung beginnt nicht erst mit der Ausschreibung eines Ausbildungsplatzes. Sie beginnt dort, wo junge Menschen Berufe kennenlernen, eigene Erfahrungen sammeln und eine Vorstellung davon entwickeln können, wie ihre berufliche Zukunft aussehen könnte.

Interesse an SchulePlus ab 2027?

SchulePlus soll in Nordhessen weiter wachsen. Unternehmen und Schulen, die sich über das Projekt informieren oder ab 2027 selbst beteiligen möchten, können sich jederzeit an SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen wenden.

Mehr Informationen.

Ansprechpartnerin:
Sandra Wilhelm
SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen
sandra.wilhelm@arbeitgeber-nordhessen.de

Sandra Wilhelm

Referentin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im HAUS DER ARBEITGEBERVERBÄNDE NORDHESSEN.
Telefon: 0561 1091-326
Mobil: 0160 6729040
E-Mail

Kontakt

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere Pressestelle:

Jens Nähler
Frauke Syring
Sandra Wilhelm

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