Nordhessische Schulen setzen starke Zeichen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und digitale Bildung: Bei der hessenweiten Ehrung von „MINT-freundlichen Schulen“ und „Digitalen Schulen“ am 17. September 2026 in Bensheim wurden zahlreiche Schulen aus der Region ausgezeichnet.
Der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, übergab die Auszeichnungen gemeinsam mit der bundesweiten Initiative „MINT Zukunft schaffen!“. Gastgeber waren das Schülerforschungszentrum Südhessen Bergstraße und die Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim.
Die Siegel würdigen Schulen, die MINT-Fächer oder digitales Lernen nachhaltig in ihrem Schulalltag verankert haben. Eine Fachjury bewertet die Bewerbungen anhand festgelegter Kriterien. Die Auszeichnungen gelten jeweils für drei Jahre und müssen anschließend erneut bestätigt werden.
Hessen gehört bundesweit zur Spitzengruppe
Mit den aktuellen Ehrungen tragen inzwischen 210 hessische Schulen ein gültiges Siegel als „MINT-freundliche Schule“ oder „Digitale Schule“. Das sind 22 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. Gemessen am Anteil der ausgezeichneten Schulen an allen allgemeinbildenden Schulen liegt Hessen damit auf Rang vier unter den 16 Bundesländern.
Die Entwicklung zeigt, welchen Stellenwert MINT-Kompetenzen und digitale Bildung inzwischen in der hessischen Schullandschaft haben. Auch zahlreiche Schulen aus Nordhessen tragen mit ihrem kontinuierlichen Engagement zu dieser positiven Entwicklung bei.
MINT-Bildung als Investition in die Zukunft
Für Nordhessen haben die Auszeichnungen besondere Bedeutung. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bilden eine wichtige Grundlage für zahlreiche Ausbildungsberufe und Studiengänge – gerade in einer Region, die stark von Industrie, Technologie, Mobilität und innovativem Mittelstand geprägt ist.
Schulen, die Schülerinnen und Schüler früh für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen begeistern, leisten deshalb zugleich einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung und Fachkräftesicherung. Projekte, Experimente, Programmieren oder die Zusammenarbeit mit Unternehmen machen sichtbar, welche beruflichen Perspektiven sich hinter den MINT-Fächern verbergen.
Genau an dieser Schnittstelle setzen wir auch mit unserem Engagement für SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen und im Koordinationsteam des MINT Forum Nordhessen an: Beide Netzwerke stärken die Zusammenarbeit von Schulen, Unternehmen und weiteren Partnern aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft. Sie schaffen praxisnahe Zugänge zu MINT-Themen und zur Arbeitswelt, fördern die berufliche Orientierung und helfen jungen Menschen dabei, eigene Talente zu entdecken und Zukunftsperspektiven in der Region kennenzulernen. Die enge Verbindung von schulischer Bildung, betrieblicher Praxis und außerschulischen Bildungsangeboten ist dabei ein wichtiger Baustein für die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung in Nordhessen.
Zahlreiche ausgezeichnete Schulen aus Nordhessen
Unter den 2026 von „MINT Zukunft schaffen!“ aufgeführten ausgezeichneten Schulen finden sich zahlreiche Bildungseinrichtungen aus Kassel und den nordhessischen Landkreisen.
Als „MINT-freundliche Schule“ werden unter anderem folgende nordhessische Schulen geführt:
- Berufliche Schulen Eschwege
- Berufliche Schulen Korbach und Bad Arolsen
- CJD Jugenddorf Christophorusschule Oberurff
- Dr.-Georg-August-Zinn-Schule Gudensberg
- Elisabeth-Knipping-Schule Kassel
- Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen
- Friedrichsgymnasium Kassel
- Gesamtschule Battenberg
- Gesamtschule Fuldatal
- Gesamtschule Melsungen
- Goethe-Gymnasium Kassel
- Gustav-Stresemann-Gymnasium Bad Wildungen
- Jacob-Grimm-Schule Kassel
- Jakob-Grimm-Schule Rotenburg
- Johann-Amos-Comenius-Schule Kassel
- Wilhelmsgymnasium Kassel
Bei den „Digitalen Schulen“ sind aus Nordhessen die folgenden vertreten:
- Albert-Schweitzer-Schule Kassel
- Berufliche Schulen Korbach und Bad Arolsen
- Erich Kästner Schule Baunatal
- Gesamtschule Battenberg
- Konrad-Duden-Schule Bad Hersfeld
- Offene Schule Waldau Kassel
- Reformschule Kassel
- Steinwaldschule Neukirchen
Damit zeigt sich: MINT- und digitale Bildung sind in Nordhessen nicht auf einzelne Schulformen oder Standorte beschränkt. Berufliche Schulen, Gesamtschulen und Gymnasien aus Stadt und Region engagieren sich gleichermaßen für eine zukunftsorientierte Bildung.
Kasseler Albert-Schweitzer-Schule mit besonderer Kontinuität
Eine besondere Erwähnung verdient die Albert-Schweitzer-Schule in Kassel. Nach Angaben von „MINT Zukunft schaffen!“ gehört sie gemeinsam mit dem Goethe-Gymnasium Bensheim zu den Schulen, die das MINT-Siegel seit der ersten Vergabe im Jahr 2011 ununterbrochen tragen.
Diese Kontinuität macht deutlich, dass erfolgreiche MINT-Förderung kein kurzfristiges Projekt ist. Entscheidend ist vielmehr, entsprechende Angebote dauerhaft in Schulentwicklung und Unterricht zu integrieren und immer wieder an neue technologische und gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen.
Schule und Wirtschaft gemeinsam für den Nachwuchs
Für die nordhessische Wirtschaft ist dieses Engagement von großer Bedeutung. Technologische Transformation, Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen in vielen Unternehmen.
Umso wichtiger ist es, junge Menschen bereits während ihrer Schulzeit mit technischen und digitalen Fragestellungen vertraut zu machen und ihnen gleichzeitig zu zeigen, welche Ausbildungs-, Studien- und Karrierewege sich daraus ergeben können.
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle MINT-freundlichen Schulen für Ihr Engagement!
Referentin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im HAUS DER ARBEITGEBERVERBÄNDE NORDHESSEN.
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