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Konjunkturelle Lage in der hessischen M+E-Industrie: Stellenabbau verlangsamt sich

2. Mrz 2023

Foto: LEEROY Agency auf Pixabay

Die Zahl der Beschäftigten in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie ist 2022 nur noch um rund 1.100 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Jahresdurchschnitt waren rund 203.000 Menschen in M+E-Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern beschäftigt. Dies geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor, die HESSENMETALL vorliegen.

„Glücklicherweise verlangsamt sich der Stellenabbau in unserer Industrie. Denn seit dem Höhepunkt 2018 haben wir durch Rezession und Corona rund 16.000 Beschäftigte verloren. Kurzarbeit und flexible Arbeitszeitgestaltung haben in dieser schwierigen Zeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Verluste nicht noch höher ausgefallen sind“, erläuterte HESSENMETALL-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert die aktuellen Zahlen.

Transformation bei Dekarbonisierung und Digitalisierung

Allein in der hessischen Automobilindustrie seien inzwischen rund 9.000 Personen weniger beschäftigt als noch 2018. Der Stellenrückgang ist zum einen auf die Auswirkungen von Rezession und Pandemie zurückzuführen. Hinzu komme aber auch der Umbau vieler Unternehmen zur Bewältigung des Strukturwandels. Pollert: „Das Institut der deutschen Wirtschaft hat errechnet, dass in Hessen noch 22.600 Personen in Unternehmen tätig sind, die sich dem traditionellen Verbrennungsmotor zuordnen lassen. Ein Teil des Stellenabbaus findet in diesen Unternehmen statt und ist leider notwendig, um die Transformation bei Dekarbonisierung und Digitalisierung zu bewältigen. Auf der anderen Seite sind aber auch schon rund 8.600 Beschäftigte in Hessen in den Chancenfeldern der Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung aktiv. Das ist im deutschlandweiten Vergleich leicht überdurchschnittlich und signalisiert gute Startbedingungen. Der Umbau in der hessischen Automobilindustrie ist in vollem Gange.“

Lesen Sie dazu auch: Fahrzeugindustrie wandelt sich: Transformationsnetzwerk Region Kassel gegründet

Hohe Nachfrage nach Fachkräften

In einzelnen Branchen gehe es bei der Beschäftigung inzwischen sogar wieder nach oben. „In der Elektroindustrie und im Maschinenbau sind im vergangenen Jahr jeweils ein paar hundert neue Stellen hinzugekommen. Dies und die hohe Nachfrage nach Fachkräften machen Hoffnung, dass wir in der hessischen Metall- und Elektroindustrie bald wieder einen Zuwachs an Mitarbeitern erleben. Das weiterhin schwierige wirtschaftliche Umfeld und die unsichere geopolitische Lage geben jedoch unverändert Anlass zur Sorge.“ so Pollert.

Quelle: Pressemitteilung von HESSENMETALL / Foto: LEEROY Agency auf Pixabay

Jens Nähler
Jens Nähler

Leiter der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im HAUS DER ARBEITGEBERVERBÄNDE NORDHESSEN und Geschäftsführer SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen.
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