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Fünf Jugendliche aus Nordhessen sind Hessens Mathe-Asse

5. Jul 2022

Lena Ahlborn, Teresa Katharina Dinges, Kevin Lenkeit, Finn Bangert (v.l.n.r.). Auf dem Foto fehlt Jonathan Hundt.

Fünf junge Mathe-Asse aus Frankenberg, Wabern und Marburg gehören zu den jeweils sechs besten ihrer Schulform beim Hessischen Mathematik-Wettbewerb 2021/22.

Über 49.000 Achtklässlerinnen und Achtklässler aus 512 Schulen hatten sich daran beteiligt – sie wurden jetzt bei einer virtuellen Preisverleihung durch das Kultusministerium und HESSENMETALL geehrt. 

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz freute sich mit dem Nachwuchs: „Für die Zukunft unseres Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts sind gut ausgebildete junge Menschen von entscheidender Bedeutung. Eine besondere Rolle spielt dabei die Mathematik, denn sie gibt uns überhaupt erst das Rüstzeug an die Hand, das wir für die Lösung naturwissenschaftlicher und technischer Probleme benötigen. Ich gratuliere sehr zu dieser besonderen Auszeichnung.“

Brauchen zehntausende MINT-Fachkräfte

Auch Jörg Hermann, stellvertretender Geschäftsführer HESSENMETALL Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen e. V., lobte die Preisträger: „Ihr habt eine tolle Leistung vollbracht. Wir brauchen Mathetalente wie euch in unseren Unternehmen, denn für eine erfolgreiche Digitalisierung benötigen wir kluge Köpfe, die mit uns gemeinsam neue Maschinen und innovative Technologien entwickeln.” Durch die Pandemie sei die digitale Transformation in den Betrieben der hessischen Metall- und Elektro-Industrie rasant beschleunigt und vorangetrieben worden. „In den kommenden Jahren”, so Hermann, „brauchen wir deshalb zehntausende Fachkräfte in den MINT-Berufen. Mit euren mathematischen Fähigkeiten seid ihr bestens dafür geeignet. Ob als Elektronikerin, Mechatronikerin, Fachinformatikerin oder Industriekauffrau – ein gutes Verständnis für Zahlen ist in den Berufen unserer Industrie extrem wichtig.“

Vielseitige Berufsperspektiven für Mathe-Asse

Matthias Richter, geschäftsführender Gesellschafter der KGM Kugelfabrik GmbH & Co. KG in Fulda, entführte die jungen Mathe-Asse auf eine kleine Reise in sein Unternehmen und zeigte die vielseitigen Berufsperspektiven auf: „Unser Erfolg ist untrennbar mit hoch qualifizierten Beschäftigten verbunden. Die richtigen Mitarbeitenden mit den richtigen Kompetenzen sind entscheidend dafür, ob wir unsere Pläne für die Zukunft verwirklichen können oder nicht.” Im internationalen Vergleich sei Deutschland ein herausfordernder Produktionsstandort geworden. Richter: „Doch wir bei KGM nehmen die Challenge an, indem wir Tag für Tag clevere Lösungen finden, um bei dem, was wir tun, besser, schneller und digitaler zu werden. Einen Fertigungsbetrieb mit über 100 Jahren Markterfahrung fit für die Zukunft zu machen, ist eine spannende Aufgabe.” Der ideale Nachwuchs dafür käme aus der Region, habe Lust auf Neues und Freude an der Lösung technischer Alltagsprobleme – sei es gemeinsam mit anderen Menschen oder im Umgang mit Maschinen. Dazu gab Richter gleich eine Bewerbungsempfehlung ab: „Es gibt viele Möglichkeiten, und KGM bildet in allen möglichen Berufsfeldern aus.“


Die siegreichen Schülerinnen und Schüler aus Nordhessen sind:

Aufgabengruppe A

  • Teresa Katharina Dinges, Landschulheim Steinmühle Marburg
  • Jonathan Hundt, Gymnasium Philippinum Marburg


Aufgabengruppe B

  • Lena Ahlborn, Burgwaldschule Frankenberg
  • Finn Bangert, Burgwaldschule Frankenberg


Aufgabengruppe C

  • Kevin Lenkeit, Schloßbergschule Wabern


Besonders erfolgreiche Schulen in Nordhessen:

Aufgabengruppe B
Burgwaldschule Frankenberg

Aufgabengruppe C
Wilhelm-Lueckert-Schule Kassel

Hintergrund:

Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen besteht seit dem Jahr 1968 und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8. Einzigartig ist die Trennung nach Schulformen, die einen Schulvergleich ermöglicht, der von allen Beteiligten sehr interessiert verfolgt wird. Zunächst zur freiwilligen Teilnahme angeboten, wurde er ab dem Jahr 2000 zunehmend verbindlicher. Zwischen 2001 und 2011 war und seit 2016 ist die Teilnahme wieder für alle hessischen allgemeinbildenden Schulen verpflichtend.
Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL unterstützt den Wettbewerb seit dem Jahr 2000 als Interessenvertretung von Hessens größter Industrie, die anspruchsvolle Ausbildungsplätze anbietet, in denen gute Kenntnisse in Mathematik unverzichtbar sind.

Weitere Informationen unter https://mathematik-wettbewerb.de

Fragen zum Hessischen Mathematik-Wettbewerb: Dr. Yvonne Hartwich, mathe.wettbewerb@macnews.de, Telefon 06142 13646

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