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Wissenschaft trifft Wirtschaft: Simulation macht Nachhaltigkeit in Produktion und Logistik planbar

8. Mai 2026

Referent:innen v.l.n.r.: Sebastian Thiede, Sigrid Wenzel, Svantje Hüwel, Simon Schäfer, Annsophie Sokoll, Martin Barth, Harry Kestenbaum, Kristin Müller, Leon Vogel und Christoph von Viebahn.

Referent:innen v.l.n.r.: Sebastian Thiede, Sigrid Wenzel, Svantje Hüwel, Simon Schäfer, Annsophie Sokoll, Martin Barth, Harry Kestenbaum, Kristin Müller, Leon Vogel und Christoph von Viebahn.

Energie effizienter nutzen, Ressourcen schonen, CO₂-Emissionen reduzieren und zugleich wettbewerbsfähig bleiben: Vor diesen Aufgaben stehen viele Industrie- und Logistikunternehmen. Wie digitale Simulation dabei helfen kann, bessere Entscheidungen in Planung und Betrieb zu treffen, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wissenschaft trifft Wirtschaft: Simulation als Werkzeug für nachhaltige Produktions- und Logistiksysteme“ am 28. April 2026 im Science Park Kassel.

Die Veranstaltung wurde vom Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung der Universität Kassel im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Simulation organisiert. HESSENMETALL Nordhessen unterstützte das Format als Partner und Sponsor. Ziel war es, Forschung, industrielle Anwendung und unternehmerische Praxis enger zusammenzubringen.

„Für Unternehmen ist Simulation kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie hilft, Prozesse robuster, effizienter und nachhaltiger zu gestalten“, sagt Jens Nähler, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei HESSENMETALL Nordhessen. „Gerade bei Investitionen in Produktion, Logistik und Energieversorgung müssen Unternehmen Zielkonflikte bewerten: Kosten, Zeit, Energieverbrauch, CO₂-Bilanz und Versorgungssicherheit. Simulation kann hier eine wichtige Entscheidungsgrundlage liefern, bevor Maßnahmen in der Realität umgesetzt werden.“

Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen der simulationsgestützten Produktions- und Logistikplanung. Dabei wurde deutlich: Nachhaltigkeit in industriellen Prozessen ist keine abstrakte Zusatzaufgabe, sondern zunehmend Teil betriebswirtschaftlicher Steuerung. Unternehmen benötigen belastbare Daten, geeignete Kennzahlen und praxisnahe Werkzeuge, um Energie- und Ressourceneffizienz systematisch in ihre Planungsprozesse zu integrieren.

Das Programm verband wissenschaftliche Impulse mit Anwendungsbezug, Diskussion und Vernetzung. Die Themen reichten von Energieaspekten in der Materialflusssimulation über simulationsbasierte Auslegung elektrischer Energiesysteme bis hin zu ganzheitlichen Energieentscheidungen in Planung und Betrieb. Eine interaktive Umfrage und die Diskussionen machten deutlich, dass der Transfer zwischen Forschung, Softwareanbietern, Beratungen und Anwenderunternehmen eine zentrale Voraussetzung ist, damit neue Methoden schneller in der betrieblichen Praxis ankommen.

Für HESSENMETALL Nordhessen liegt der Mehrwert solcher Formate besonders im Brückenschlag zwischen Hochschule und Wirtschaft. „Nordhessen verfügt über starke industrielle Kompetenzen und eine leistungsfähige Wissenschaftslandschaft. Wenn beides zusammenkommt, entstehen konkrete Impulse für Innovation, Produktivität und nachhaltige Wertschöpfung“, so Nähler. „Genau solche Schnittstellen wollen wir als Verband stärken.“

Die Veranstaltung zeigte: Simulation kann Unternehmen helfen, komplexe Produktions- und Logistiksysteme besser zu verstehen, Szenarien vorab zu bewerten und nachhaltige Lösungen wirtschaftlich tragfähig zu entwickeln. Damit wird sie zu einem wichtigen Werkzeug für Betriebe, die ihre Prozesse zukunftsfähig aufstellen wollen.

Link: Tagungsband zu der Veranstaltung

Hintergrund: „Wissenschaft trifft Wirtschaft: Simulation als Werkzeug für nachhaltige Produktions- und Logistiksysteme“ fand am 28. April 2026 im Science Park Kassel statt. Veranstalter war das Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung der Universität Kassel im Kontext der Arbeitsgemeinschaft Simulation. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von HESSENMETALL Nordhessen.

Quelle: Universität Kassel

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