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Fragen an den Geschäftsführer: Heute Michael Conzelmann

Das Format "Fragen an den Geschäftsführer" hat zum Ziel, Geschäftsführer mit ihren Unternehmen vorzustellen. Auf sieben Fragen werden Antworten auf wesentliche Einstellungen und Meinungen gegeben; persönlich, authentisch und unterhaltsam. An der Reihe, die sich im Abstand von zwei Monaten fortsetzt, können alle UNH-Mitglieder teilnehmen. Wir setzen die Serie fort mit Michael Conzelmann. Er ist Geschäftsführer unseres Mitgliedsunternehmens baunataler integrationsbetriebe gGmbH.

Herr Conzelmann, seit wann besteht Ihr Unternehmen, wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie und was bietet das Unternehmen?

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Michael Conzelmann, Geschäftsführer der bib Baunataler Integrationsbetriebe gGmbH in Baunatal
Die baunataler integrationsbetriebe bestehen seit 1998 und beschäftigen ca. 100 Mitarbeiter. Wir sind ein gemeinnütziges Integrationsunternehmen, das vielfältige Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen bietet. So sind wir einerseits für die Industrie als Verpackungsdienstleister und in der Metallfertigung tätig. Andererseits sind wir auch aktiv in der Systemgastronomie, zum Beispiel für Kindergärten und Schulen.

Wie sind Sie zum Geschäftsführer geworden? Wie war Ihr bisheriger Werdegang?

Das gemeinnützige Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter des Vereins Baunataler Diakonie Kassel e. V.
Dort bin ich seit 2011 im Vorstand. In dieser Eigenschaft wurde ich im Jahr 2015 zum Geschäftsführer der baunataler integrationsbetriebe berufen. Beide Unternehmensteile arbeiten eng zusammen, damit wir unseren Kunden ein breites Spektrum anbieten und zeitlich flexibler agieren können – zum Beispiel, indem wir über den Integrationsbetrieb Arbeitsspitzen bei unseren Kunden abfangen.

Was schätzen Sie daran, Geschäftsführer zu sein?

Wie vermutlich alle Geschäftsführer freue ich mich darüber, dass man vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten hat. Außerdem trifft man sehr viele unterschiedliche Kunden, Klienten, Interessenten, Partner und lernt interessante Menschen kennen.

Wie viel Freizeit haben Sie, und was machen Sie damit?

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, die mit mir aus Süddeutschland nach Nordhessen gezogen ist. Seit kurzem wohnt nur noch unsere jüngste Tochter bei uns, so dass ich mehr Freizeit für Hobbys, wie Wandern und Klettern habe. Außerdem bin ich Mitglied im Lions-Club Kassel-Kurhessen, was ein angenehmer und nützlicher Zeitvertreib ist. Gerne besuche ich auch das hiesige Staatstheater.

Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?

Aus Süddeutschland kommend hat mich beeindruckt, wie eine ärmere Region die Ärmel hochgekrempelt und durch viele Maßnahmen und Schritte erreicht hat, die Arbeitslosigkeit deutlich zu senken und sich zu einer dynamischen Region zu entwickeln. Die gewählten Lösungsansätze vom Regionalmanagement bis zum Science Park Kassel erscheinen mir zielführend. Die bereits vorhandene gute Vernetzung sollte weiter geführt werden. Die größte Herausforderung sehe ich darin, dass man sich nicht auf dem Erreichten ausruht. Auch als Sozialunternehmen mit vielen Verbindungen in die Wirtschaft ist eine gute wirtschaftliche Entwicklung wichtig.

Warum sind Sie Mitglied im Unternehmerverband geworden, und was schätzen Sie besonders am UNH?

Das Unternehmen baunataler integrationsbetriebe ist Mitglied im Unternehmerverband geworden, weil wir einerseits die Vernetzung, andererseits die professionelle Unterstützung schätzen. Ganz besonders schätzen wir die stets kompetente arbeitsrechtliche Hilfe in allen Fragen.

Wie könnte man Ihrer Meinung nach den Unternehmergeist bei Jugendlichen wecken?

Notwendig finde ich, dass Schüler früh Unternehmen kennenlernen, aber ihre Schüler-Praktika nicht nur bei großen Unternehmen machen, sondern auch bei kleineren Unternehmen oder in Start-ups reinschnuppern. Wichtig erscheint mir auch, Jugendlichen zu vermitteln, dass ein "Scheitern" kein Weltuntergang ist, sondern dass Risikobereitschaft zum Leben gehört.

Vielen Dank, Herr Conzelmann!

Das Interview führte Frauke Syring, M.A.
Unternehmerverband Nordhessen e. V. (UNH)

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