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02.06.2017

M+E-Forum: Automobilindustrie muss umdenken!

Kassel. Auf dem M+E-Forum des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL Nordhessen, das im Technik-Museum Kassel stattfand, wurde den 60 anwesenden Unternehmern und Gästen ausführlich erläutert, vor welch großem Wandel die deutsche Automobilindustrie in den nächsten Jahren steht. Dies machte der Hauptredner des Forums, David Coleman, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie an der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim, anhand von umfangreichem Zahlenmaterial aus seinem Forschungsgebiet deutlich.

Emissionsfreie Mobilität – Die deutsche Automobilindustrie vor radikalstem Wandel seit Erfindung des Verbrennungsmotors.

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Von links: Referent David Coleman, Verbandsvorsitzender Carsten Rahier, Vorstandsmitglied Karsten Stückrath, Geschäftsführer Jürgen Kümpel und HESSENMATLL Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert aus Frankfurt/M.

Der Vorsitzende des Verbandes in Nordhessen, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Carsten Rahier, forderte in seinem Eingangsstatement zum Umdenken und Erkennen der vielfältigen Chancen auf: „Ein Elektrofahrzeug hat zwar weit weniger Komponenten als ein herkömmlicher Pkw: Der Verbrennungsmotor, Einspritzanlagen, Abgasanlagen, Kühlsysteme und Kraftstoffanlage entfallen. Es braucht hingegen Speichersysteme, den Elektromotor und eine wesentlich intelligentere Elektronik. Elektrifizierung und Digitalisierung bedeuten einen enormen Strukturwandel. Die Konsequenz daraus muss sein: stärkere Fokussierung auf Elektroantriebe, Speichermedien, auf das autonome Fahren und die entsprechende Infrastruktur. Nicht nur die Unternehmer in Nordhessen müssen sich umstellen. Auch von den Beschäftigten wird eine hohe Flexibilität eingefordert werden müssen. Lebenslanges Lernen war noch nie so wichtig wie in diesen Zeiten“, so Vorsitzender Rahier.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, Verbandsgeschäftsführer Jürgen Kümpel zum 60. Geburtstag und zur Ernennung zum ehrenamtlichen Richter am Bundesarbeitsgericht zu gratulieren. Kümpel wurde im Mai 2017 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales dazu berufen.

Hintergrund

Der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen ist eine von fünf Bezirksgruppen des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL, bei dem über 530 Unternehmen mit rund 130.000 Beschäftigten organisiert sind. Die Bezirksgruppe in Nordhessen hat 147 Mitgliedsunternehmen mit 25.000 Beschäftigten und vertritt diese in den klassischen Feldern des Arbeits- und Sozialrechtes, ist Tarifpartner und betreibt aktive Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Die M+E Industrie in Nordhessen bildet 4.150 Jugendliche aus und schließt jährlich über 1.250 neue Ausbildungsverträge ab.

Zwölf Branchen sind unter dem Dach der deutschen Metall- und Elektro-Industrie versammelt. Mit 3,8 Millionen Beschäftigten erwirtschaftet die Metall- und Elektro-Industrie einen Jahresumsatz von knapp einer Billion Euro, bildet mehr als 270.000 Menschen aus und schließt ca. 70.400 neue Ausbildungsverträge jedes Jahr. Die hessische M+E Industrie erwirtschaftet mit 213.000 Beschäftigten und 12.000 Auszubildenden einen Jahresumsatz von 56 Milliarden Euro.

Kontakt

Achim Schnyder, Leiter der Pressestelle
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